11.12.2008 Bevölkerungsbefragung
Die Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2008 hat den Gemeinderat Schupfart ermächtigt,
Abklärungen für einen möglichen Zusammenschluss mit Nachbargemeinden vorzunehmen.
Dafür wurde ein Kredit von Fr. 30‘000 gesprochen.
Auf den Aufruf zur Mitwirkung im Projekt "Zukunft Schupfart“ haben sich erfreulicherweise
elf Freiwillige gemeldet. Das Projekt wird von Beat Rüegger, BDO Visura, Aarau,
begleitet. Er verfügt über langjährige Erfahrungen in der Begleitung von Zusammenschlussprojekten.
Unter seiner Moderation haben sich der Gemeinderat und die Begleitgruppe bereits
zu einer Startsitzung und zu einem Workshop getroffen. Über die Resultate wurden
Sie bereits via Medien und an der Gemeindeversammlung vom 14. November 2008 orientiert.
Die zentralen Aussagen als Fazit der bisherigen Abklärungen:
- Das Zusammenarbeitspotenzial ist weitgehend ausgeschöpft.
Schupfart arbeitet in den verschiedensten Bereichen mit 13 Gemeinden in unterschiedlicher
Ausprägung und Form zusammen!
- Die Bereitschaft zur Übernahme eines politischen Amtes ist kaum vorhanden.
Es wird zunehmend schwieriger, Mitbürgerinnen und Mitbürger für ein politisches
Amt als Gemeinderat, als Mitglied der Schulpflege oder der Kommissionen zu finden.
- Die Professionalisierung von Behörden und Verwaltung tut not!
Die Verwaltung von Schupfart ist mit zwei Personen sehr schlank besetzt. Stellvertretung
und Kontinuität sind kaum gewährleistet. Schupfart ist zu klein, um einerseits der
Bevölkerung optimale Verwaltungs-Dienstleistungen zu bieten und andererseits die
Behörden operativ, d.h. von administrativer Arbeit, wirksam zu entlasten. Behördenmitglieder
von kleinen Gemeinden sind zu stark mit dem operativen Tagesgeschäft belastet; die
notwendige Zeit für die strategische Führung fehlt. Der Aufwand für ein politische
Mandat ist gross und lässt sich vielfach nicht mehr mit einem Vollzeitjob vereinbaren.
- Mit dem Projekt Gemeindereform Aargau (GeRAG) nimmt der finanzielle und
politische Druck auf die Gemeinden zu.
Der Regierungsrat wünscht sich starke Gemeinden, welche die ihnen übertragenen und
frei wählbaren Aufgaben finanziell eigenständig und professionell erfüllen.
Bevölkerungsbefragung
Bevor wir mit möglichen Partnergemeinden konkrete Verhandlungen aufnehmen, möchten
wir Ihre Meinung abholen.
Wir möchten wissen, wie Sie mit der Gemeinde, den Dienstleistungen und Infrastrukturen,
der Erschliessung durch den öffentlichen und privaten Verkehr und der finanziellen
Belastung zufrieden sind. Wie beurteilen Sie die Attraktivität der Gemeinde? Wie
gross ist Ihr politisches Interesse? Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit? Wie
wichtig ist Ihnen die Eigenständigkeit? Mit welchen Gemeinden soll Schupfart Fusionsgespräche
führen?
Nehmen Sie sich doch bitte eine Viertelstunde Zeit für die Zukunft von Schupfart.
Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung und die Zustellung des ausgefüllten Fragebogens bis spätestens 16. Januar 2009 an:
Beat Rüegger
BDO Visura
Entfelderstrasse 1
5001 Aarau
oder per Mail an stefanie.stutz@bdo.ch.
Über die Auswertung und das weitere Vorgehen werden wir Sie im Frühjahr 2009 wieder
informieren.